Unsere Wälder

Text: Armin Püttger-Conradt

Bereits seit vielen Jahren kümmert man sich intensiv auch um die Wälder und Gehölze, die sich im Liether Moor befinden. Zwar sind Moorlandschaften aufgrund ihrer hohen Feuchtigkeit in den Böden und dem hohen Säuregehalt nicht ganz typisch für Wälder, so sind es jedoch gerade Birkengehölze und Bruchwälder, die hier auf entsprechendem Untergrund ihren festen Bestand haben.

Bei der vorherrschenden relativen Trockenheit der Landschaft des Liether Moores würden, würde man Wiesen, Weiden und Felder sowie Brachland unbenutzt lassen, sich ziemlich rasch Birkengehölze allerorts bilden. Da hier der typische Wald ohnehin aus zahlreichen kleineren Birkengehölzen besteht, wäre der Sameneinflug vorprogrammiert. Aufgrund des zumeist nicht durchwässerten Bodens würden Birken schnell Fuß fassen und auch die halbfeuchten Gelände besiedeln. Da sie sehr stark Nässe ziehen, würden sie für eine starke Wasserentnahme sorgen. Daher werden in wiedervernässten Mooren auch regelmäßig Birkenschößlinge entfernt, das sogenannte Entkusseln.

Vor Jahren wurden bereits im Randgebiet des Seestermüher Moores vom Verein ansehnliche Gehölze geschaffen, die nun zu einem dichten Mischwald, bestehend aus Laubbäumen unterschiedlicher heimischer Arten, herangewachsen sind und demnächst gelichtet werden müssen. Es ist anzunehmen, dass eine beachtliche Menge an Vogelarten sich hier fest angesiedelt hat und zur Brut geschritten ist. Eine genaue Untersuchung davon liegt zurzeit noch nicht vor, ist aber im biologischen Forschungsprogramm bereits aufgenommen.

Ein bereits seit vielen Jahrzehnten herangewachsener Fichtenwald wurde als ortsfremd nahezu komplett entfernt. In den letzten Jahren diente dieser hauptsächlich als Unterstand für die Robustrinder, die im Gelände weiden und erhielt die Bezeichnung ´Kuhhotel´. Ein anderer Fichtenwald mit geringem Laubbaumanteil befindet sich direkt an der Bahnlinie und musste aus Sicherheitsgründen weitläufig abgeholzt werden. Jetzt wächst eine Niedrigbuschzone dort wild heran, sicherlich sehr nützlich für die Fauna.

Auch jetzt werden noch Gehölze angepflanzt. Entsprechende Laubbäume stehen in mehreren Arten zur Verfügung, dienen der abwechslungsreichen Gestaltung der Landschaft, aber auch einer als sogenannter Kinderwald, für Bildung schulischer ´Forschung´. Aber natürlich ist man nicht bestrebt, Wälder zu sehr auszubreiten. Die einzig wirkliche Berechtigung haben hier nunmal die Birkengehölze als ursprünglicher Wald von Moorgegenden, abgesehen von den eiszeitlichen Dünenböden, die mitunter sandig hervorlugen und durchaus natürlicher Weise auch Kiefern tragen könnten.

Begeht man pirschend und beobachtend eines der zahlreichen Gehölze dieser Art, die aufgrund ihres Abstandes voneinander herrliche Sichtachsen freilassen, so geht man beständig über weichen Boden auf einer verbliebenen Torfschicht. Hübsche Grasbulten erheben sich hier und da, Moose, Flechten und Farne sind häufig anzutreffen. Neben Birken wird man auf Ebereschen, Erlen und gelegentlich am Rande auf Weidenbäume stoßen. Faulbäume sind versucht, niedrige Stämme zu entwickeln. Auch Eichen sind immer wieder vorzufinden, die manchmal ein recht hohes Alter erreicht haben. Gerade sie stecken oft tief in Torfen, wo sie über Jahrtausende hinweg vor Zersetzung geschützt liegen.

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Naturkundliches Gutachten

Landschaftsanalyse und Darstellung über das Betreuungsgebiet des Liether Moor-Vereins

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Links

Verein Liether Kalkgrube e.V.
www.lietherkalkgrube.de

Verein Schutz des Tävsmoores e.V. www.taevsmoor.de

Verein für extensive Robust­rinder­haltung im Liether Moor e.V. www.robustrinder-lieth.de